IWSA World Championship

Bled/Slowenien

24. - 28.01.2023

Eiskalte Leidenschaft

 

Am 24. Januar machte sich Alexa Ortwein auf den Weg nach Slowenien. Dort fanden am Lake Bled die diesjährigen Weltmeisterschaften der International Winter Swimming Association (IWSA) statt.  Im „Olympic Rowing Center“ wurde in 12 verschiedenen Wettbewerben um den Weltmeistertitel geschwommen. Minus 9 Grad Außentemperatur und 2 Grad im Wasser konnten Alexa nicht beeindrucken. Zwar waren die Vorbereitungen durch den Abschluss ihres Medizinstudiums zeitlich sehr eingeschränkt, aber ihr eiserner Wille zahlte sich einmal mehr aus. Alexa startete in der Altersklasse (AK) 20 – 29 Jahre, in der unter anderem auch die international sehr bekannte Eisschwimmerin Alisa Fatum antrat. Alexas erster Start am Mittwoch waren die 25m „Ice-Butterfly“, die sie noch nie zuvor im Eiswasser geschwommen ist. Hier konnte sie einen sehr guten 3. Platz in ihrer AK für sich verbuchen. Im anschließenden Superfinale, in dem die schnellsten 8 aller Altersklassen gegeneinander antraten, sicherte sich Alexa auch Platz 3. Am Donnerstag standen 50m „Head Up-Breaststroke“ auf dem Programm. Hier liegt die Besonderheit darin, dass ein Teil des Kopfes über Wasser bleiben muss – für Beckenschwimmer eine große Herausforderung, ist doch ihr Kopf normalerweise komplett unter Wasser. Alexa meisterte dies gewohnt souverän und erkämpfte Platz 2 in ihrer AK. Auch im Superfinale gelang wieder der Sprung aufs Treppchen – Bronze war der verdiente Lohn für Alexas starken Willen! Am Freitag ging es noch einmal mit Brustschwimmen weiter – diesmal über die kurzen 25m. Silber in der AK - nach gut 19 Sekunden im kalten Wasser - gegen die äußerst erfahrene Eisschwimm-Konkurrenz! Auch in diesem Superfinale schwamm Alexa über diese Distanz zu Bronze. Nach kurzer Pause stand am Nachmittag eine weitere Strecke auf dem Programm. 50m Freistil forderten noch einmal alles von Alexa. Kann man 25 Meter im Eiswasser noch schaffen, erfordern 50 Meter ein entsprechendes zielgerichtetes Training. Auch hier erschwamm Alexa 2 Medaillen – sowohl in ihrer Altersklasse als auch in der offenen Wertung holte sie Bronze mit einem sehr starken Rennen. Samstagvormittag stand mit 25m Freistil Alexas letzter Einzelstart auf dem Programm. Die Sprintstrecken bis 50 Meter liegen der 24-jährigen WVOlerin sehr, da kommt ihr das Krafttraining zugute, das sie während ihres Studiums deutlich intensivierte. Es war nicht immer ausreichend Zeit für Wassereinheiten, dies hat Alexa mit Umstellung ihres Trainings sehr gut kompensieren können. Zweimal ging es auch hier aufs Treppchen – Silber in der AK und in der offenen Wertung machten ihre Starts in Bled perfekt. Kurzentschlossen hatte sich Alexa bei ihrer Ankunft in Bled noch für einen Staffelstart entschieden, so dass sie am Nachmittag über 4x25m „International Head Up-Breaststroke mixed“ antrat. Ihr Team „German Giants“ ließ sich von der starken Konkurrenz nicht beirren und siegte souverän. Ein toller Abschluss für Alexa bei einer begeisternden Veranstaltung in toller Umgebung. Ein besonderer Dank geht aus Offenbach an die Veranstalter in Slowenien, die ihrer Gastgeberrolle perfekt gerecht geworden sind und auch in diesem Jahr wieder gezeigt haben, dass Sport die Menschen über Grenzen hinweg verbindet.

 

Die Ergebnisse der IWSA World Championship 2023:

  

Alexa Ortwein (Age Group 20-29 und Overall)

 

25 Schmetterling   3. Platz Age Group 20-29 / 3. Platz Superfinal

50m Brust   2. Platz Age Group 20-29 / 3. Platz Superfinal

25m Brust   2. Platz Age Group 20-29 / 3. Platz Superfinal

50m Freistil   3. Platz Age Group 20-29 / 3. Platz Overall

 

25m Freistil   2. Platz Age Group 20-29 / 2. Platz Superfinal

4 x 25 Brust  1. Platz Age Group -150 / 1. Platz Overall

 

Die IWSA Weltmeisterschaft im Bild:

 

15. Helfmann Cup

Frankfurt / Höchst

22.01.2023

Als letzten Test vor der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Schwimmer traten die Aktiven des WVO am 22. Januar 2023 beim 15. Helfmann Cup in Frankfurt an. Vier Wochen vor der wichtigen Meisterschaft wollte Trainer Peter Ortwein noch einmal Alternativen für die Mannschaftsaufstellung für die insgesamt 34 Strecken am 18./19. Februar testen, um die optimale Besetzung zu finden. Aus diesem Grund schwammen die Aktiven auch nicht nur ihre Hauptstrecken, sondern eher Disziplinen, die sonst nicht zu ihrem Hauptwettkampfprogramm zählen.  

12 Teilnehmer waren für den Wettkampf mit insgesamt 29 Einzelstarts gemeldet. Leider waren drei krankheitsbedingte Ausfälle zu verzeichnen, sodass neun WVOler im Hallenbad Höchst ihr Bestes gaben. Erfolgreichste Teilnehmerin war Emilie Appel (2008). Mit Gold über 100L und 50B, Silber über 400F sowie Bronze über 100R in der Jahrgangswertung sowie Silber über 50B und Bronze über 400F in der offenen Wertung konnte sie sich bei 4 Starts über insgesamt 6 Medaillen freuen. Dabei verbesserte sie ihre alten Bestzeiten über 100R & 100L um jeweils deutlich. Ähnlich gut lief es bei Lasse Majka (2009). Mit 3 Starts nahm er vier Medaillen mit nach Hause: 1. Platz 400L, 2. Platz 50S und 3. Platz 200F in der Jahrgangswertung sowie 2. Platz 400L in der offenen Wertung.

Alle anderen Aktiven starteten nicht mehr in der Jahrgangswertung, sondern in der offenen Klasse. Dort fanden sich in der Starterliste hochkarätige Namen wie Marco Koch und Reva Foos. Kira Sophie Lüder (2006) verbesserte ihre Bestzeit über 400F vom November 2022 um 3 Sekunden und konnte sich über sie Silbermedaille freuen. Zweimal musste sie sich mit dem undankbaren vierten Platz zufriedengeben (50B/100B). Ebenso erging es Malte Rehor (2001) über 100S, der einen Podiumsplatz knapp verpasste. 

Weiter Top Ten Platzierungen in der offenen Klasse gab es für Lea Marie Grundel (2006) mit dem 6. Platz 200S und dem 7. Platz 200L, jeweils in neuer persönlicher Bestzeit. Sophie Hauptmann (2006) erreichte den 6. Platz 400F sowie den 9. Platz 200R. Antonia Harbur (2005) erschwamm den 6. Platz 200L in neuer Bestzeit und den 8. Platz 400F. Lorna Macpherson (2004) belegte jeweils den 5. Platz über 50B und 200B sowie den 10. Platz 100B. Cecile Hauptmann (2003) erkämpfte den 5. Platz 400F, ebenfalls mit persönlicher Bestzeit, und den 8. Platz 50S.

Trainer Peter Ortwein zeigte sich mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. Wenn wir die verbleibenden Wochen gut nutzen können und keine weiteren krankheitsbedingten Ausfälle verzeichnen müssen, werden wir sowohl bei den Damen als auch bei den Herren mit einer sehr guten Mannschaft ins Rennen gehen. Wir freuen uns darauf, uns nach längerer Zeit wieder mit anderen Mannschaften messen zu dürfen.

 

Eine Woche vor der Mannschaftsmeisterschaft wird der WVO am 11. & 12. Februar nach Wetzlar fahren, um die Offenbacher Farben bei den Hessischen Meisterschaften Lange Strecken zu vertreten.

 

Die Ergebnisse der WVO Schwimmer beim Helfmann Cup:

 

Lasse Majka (2009)

   

200 Freistil  02:24,13  3. Platz

50 Schmett  0:32,96 (PBZ)  2. Platz

400 Lagen  05:51,76 (PBZ)  1. Platz / 2. Platz offene Wertung

 

Malte Rehor Malte (2001)

  

100 Schmett  01:03,99  4. Platz offene Wertung

 

Emilie Appel (2008)

 

100 Lagen  01:14,59  1. Platz (PBZ)

50 Brust  0:37,86  1. Platz

100 Rücken  01:14,67  3. Platz (PBZ)

400 Freistil  04:50,20  2. Platz / 3. Platz offene Wertung  

 

Lea Marie Grundel (2006)

 

200 Lagen  02:52,43 7. Platz offene Wertung  (PBZ)  

200 Schmett  03:11,13  6. Platz offene Wertung  (PBZ)

 

Antonia Habur (2005)

 

200 Lagen  02:51,46  6. Platz offene Wertung  (PBZ)

400 Freistil  05:17,82  8. Platz offene Wertung

 

Cecile Hauptmann (2003)

 

50 Schmett  0:33,18  9. Platz offene Wertung

400 Freistil  04:57,90 (PBZ)  5. Platz offene Wertung

 

Sophie Hauptmann (2006)

 

200 Rücken  02:56,42  9. Platz offene Wertung

400 Freistil  05:15,76  6. Platz offene Wertung

 

Kira Sophie        Lüder (2006)

 

100 Brust  01:22,41  4. Platz offene Wertung     

50 Brust  0:38,34  4. Platz offene Wertung   

400 Freistil  04:39,04  2. Platz offene Wertung (PBZ)

 

Lorna Macpherson (2004)

 

100 Brust  01:26,07  10. Platz offene Wertung

50 Brust  0:38,50  5. Platz offene Wertung

 

200 Brust  03:07,43  5. Platz offene Wertung

 

Der Helfmann Cup im Bild: