9. Internationaler Stadtwerke Cup

23. + 24.04.2022

Solingen

Erfolgreich auch über die Landesgrenzen: Beim 9. Internationalen Stadtwerke Cup in Solingen, wurde der Wassersportverein 1923 Offenbach durch Kira Sophie Lüder und Emilie Appel hervorragend vertreten. Gegen starke Konkurrenz aus NRW und dem gesamten Bundesgebiet holten die zwei WVO Athletinnen bei acht Starts sieben mal Edelmetall. 3 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze war die Endausbeute der Wassersportlerinnen. 5 x blieben die Uhren bei persönlicher Bestleistung stehen. Die persönlichen Bestleistungen waren umso höher zu bewerten, da der letzte Wettkampf der beiden erst 3 Wochen zurück liegt. Kira Sophie Lüders 2:18 über 200 Freistil waren mit 537 Fina Punkten die stärkste Leistung der WVO Nixen an diesem Wochenende. Für die 13jährige Emilie Appel wurde der Sieg über 400 Freistil nicht nur mit Gold und einer Bestzeitenverbesserung von 12 Sekunden belohnt, sondern auch mit der Qualifikation für die Süddeutschen Jahrgangsmeisterschaften in Dresden.

 

Die Ergebnisse aus Solingen:

  

Kira Sophie Lüder (2006)

 

50 Freistil  00:30,06  3. Platz (PBZ)

100 Freistil  01:06,35  2. Platz

200 Freistil  02:18,98  1. Platz (PBZ)

400 Freistil  04:52,40  1. Platz (PBZ)

 

Emilie Appel (2008)

 

50 Freistil  00:31,32  4.Platz

100 Freistil  01:06,19  2. Platz

200 Freistil  02:21,28  2. Platz (PBZ)

400 Freistil  04:53,96  1. Platz (PBZ)

Die Ergebnisse vom Sprintwettkampf 2022:

  

Kira Sophie Lüder (2006)

 

50 Freistil  00:30,86  2. Platz

100 Freistil  01:05,46  3. Platz  (PBZ)

 

Emilie Appel (2008)

 

50 Freistil  00:30,72  2.Platz

100 Freistil  01:05,36  3. Platz (PBZ)

4. IISA World Championship

04. - 06.02.2022

Glogow / Polen

Kalte Duschen mag Alexa Ortwein gar nicht. „Das ist nichts für mich“, sagt die 23-jährige Schwimmerin des Wassersportvereins Offenbach (WVO). Was aber nicht bedeutet, dass sie den Gang ins eiskalte Wasser scheut. Ganz im Gegenteil. Denn die angehende Ärztin ist neue Dreifach-Weltmeisterin im Eisschwimmen.

 „Im eiskalten Wasser zu schwimmen ist ein ganz anderes Gefühl als kalt zu duschen“, betont Alexa Ortwein. Aber allemal nichts für Warmduscher. Über 50 Meter Rücken gewann sie bei den Eisschwimm-Wettkämpfen des Weltverbandes IISA im polnischen Glogow den Titel in der Altersklasse 18 bis 24 Jahre und stellte bei diesem Sieg einen neuen Weltrekord auf. Über 50 Freistil gewann sie nicht nur den Titel in ihrer Altersklasse, sondern auch die Weltmeisterschaft in der „Overall Kategorie“ aller Wertungsklassen und sicherte sich damit in einem Rennen gleich zweimal Gold. Über 50 Meter Brust schwamm sie zu Silber in ihrer Altersklasse und Bronze „Overall“. Über 100 Meter Freistil erreichte sie Bronze. Kurios: In diesem spannenden Wettbewerb blieben die Top drei unter der bisherigen Weltrekordzeit.

Drei Grad Wassertemperatur und null bis zwei Grad Außentemperatur waren es bei der WM in Glogow. Schwimm-Begeisterte aus 30 Nationen stiegen dort in die eisigen Flussfluten - im Alter von 18 bis 79 Jahren. „Es ist eine Sportart, die großen Zuwachs verzeichnet“, hat Ortwein registriert. Was aber reizt eine junge Frau, sich solch einer Extremsituation auszusetzen? „Ich mag das Adrenalin, das dabei freigesetzt wird“; sagt die langjährige Leistungssportlerin, die auf den Sprintstrecken zuhause ist: „Sport ist meine Passion. Mein ganzes Leben war auf Wettkampf ausgerichtet, ich brauche diese Struktur einfach.“

Weil in Zeiten von Corona Wettkämpfe im „normalen“ Schwimmsport fast gänzlich ausgefallen sind und auch die German Open im Eisschwimmen der Pandemie zum Opfer fielen, war die Offenbacherin umso glücklicher, im trüben und durch heftige Winde von starken Strömungen geprägten Flusswasser in Glogow an den Start gehen zu können. Die Teilnahme unterlag strengen Richtlinien, ein ärztliches Attest samt EKG musste vorgelegt werden, dazu ein Coronatest. Auch An- und Abreise gerieten zur knackigen Challenge: Donnerstag Anreise, Freitag bis Sonntag Wettkämpfe, nach der Siegerehrung ging es umgehend zurück nach Offenbach. Ankunft Montagmorgen um 5 Uhr, zwei Stunden später stand der nächste Dienst in der Klinik an. „Einmal schaffst du das“, sagt Ortwein lächelnd: „Danach bin ich früh ins Bett gegangen.“

Und was empfiehlt sie Schwimmbegeisterten, die auch mal den Kick im Eiswasser angehen wollen? „Grundsätzlich kann das jeder probieren, es regt schließlich den Stoffwechsel an“, sagt sie, empfiehlt aber zugleich: „Nie alleine ins Eiswasser gehen - und wenn man eine Vorerkrankung hat, sollte man sich mit seinem Arzt besprechen.“

Ratsam sei, die Belastung etappenweise zu steigern. Sie selbst beginnt im Herbst mit Gängen in 10 bis 14 Grad kaltes Wasser. Als Trainingsgerät hilft auch eine Regentonne im Garten, in die Alexa Ortwein in der Vorbereitung regelmäßig eintauchte. Wer denkt, dass anschließend der sofortige Gang in saunaähnliche Räume ansteht, täuscht sich. „Das würde der Organismus nicht schaffen“, sagt die Radiologin am Ketteler-Krankenhaus. Zum Aufwärmen gibt es vielmehr ein warmes Getränk im Freien - dann folgt das „Warmfrieren“, wie sie das Durchschütteln des Körpers, um auf Temperatur zu kommen, bezeichnet.

Sport nimmt großen Raum in ihrem Alltag ein, alleine sechsmal pro Woche steht Krafttraining an. „Ich habe mein Training umgestellt“, erklärt sie, auch aus beruflichen Gründen - und weil eben in Pandemiezeiten Schwimmen in Bädern nicht immer möglich war. „Mit dem Krafttraining kann man diese fehlenden Wassereinheiten gut kompensieren.“

Eine smarte Untertreibung, wie die Erfolge bei der Eisschwimm-WM in Polen belegen. Und welchen Thrill möchte sie noch austesten? „Höhe mag ich gar nicht, also Fallschirmspringen oder Bungeespringen“, sagt sie lachend.

Dann doch lieber wieder der Gang ins Eiswasser? „Die Eismeile wäre mal was“, sagt Alexa Ortwein. 1,6 Kilometer in eisigen Fluten haben in Deutschland kaum zwei Handvoll Frauen absolviert. Das ist selbst für Kaltduscher eine wenig überraschende Statistik.

 

 

Von Jörg Moll

Die Ergebnisse der IISA World Championship 2022:

  

Alexa Ortwein (Age Group 18-24 und Overall)

 

50 Freistil  1. Platz Age Group 18-24

50 Freistil  1. Platz Overall

100 Freistil  3. Platz Age Group 18-24

50 Brust  2. Platz Age Group 18-24

50 Brust  3. Platz Overall

50 Rücken  1. Platz Age Group 18-24 (Age Group World Record)

 

Die IISA WM im Bild:

 

SG Frankfurt Frühjahrspokal

05. + 06.02.2022

Frankfurt-Höchst

Die Ergebnisse vom Helfmann Cup 2022:

  

Kira Sophie Lüder (2006)

 

50 Freistil  00:29,75  2. Platz

100 Freistil  01:04,00  3. Platz  (PBZ)

800 Freistil  09:53,35  1. Platz (PBZ)

 

Emilie Appel (2008)

 

50 Freistil  00:29,97  2.Platz

100 Freistil  01:04,42  3. Platz (PBZ)

800 Freistil  10:06,24  3. Platz (PBZ)

 

Frühjahrspokal im Bild:

 

 14. Helfmann Cup

23.01.2022

Frankfurt-Höchst

Die Enttäuschung bei den Aktiven des Wassersportvereins 1923 Offenbach war groß, nachdem der Deutsche Schwimm Verband Anfang Januar die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Februar auch für das Jahr 2022 aus dem Veranstaltungskalender gestrichen hatte. Der geplante Testwettkampf vor der Meisterschaft wurde damit zur Leistungsüberprüfung genutzt und das WVO Team war zu Gast beim 14. Helfmann Cup der SG Frankfurt im Hallenbad Höchst. Durch den Wegfall des Teamwettbewerbs wurde das Training schon auf Grundlagenausdauer umgestellt, so dass die Erwartungen bezüglich der Ergebnisse niedrig angesetzt waren, da man aus dem vollen Training ohne spezielle Vorbereitung an den Start ging. Trotzdem wurden die Jahrgangsschwimmer bei 27 Starts mit 17 persönlichen Bestzeiten belohnt und auch die 26jährige Lisa Laufenberg schwamm die 50 Brust schon wieder schneller als je zuvor. Die Top Leistungen kamen von den Jüngsten: Emilie Appel gewann 4 x Gold und Platz 3 in der Mehrkampfwertung des Jahrgangs 2008 und steigert ihre 200 Brust Bestzeit um fast 20 Sekunden. Bei ihrem Sieg über 50 Rücken blieb die Uhr 9 Sekunden unter ihrer bisherigen Bestzeit stehen. Kira Sophie Lüder siegt über 400 Freistil, verbessert ihre persönliche Bestzeit schon wieder um fast 10 Sekunden, schwimmt bei allen 5 Start schneller denn je und verdiente sich damit Platz 2 in der Mehrkampfwertung im Jahrgang 2006. Bei 30 Starts seit ihrem Wechseln zum WVO erreichte Kira 29 x persönliche Bestzeit. Neue Bestzeiten auch von Antonia Habur über 200 Brust (- 12 Sekunden), 100 Brust (-5 Sekunden) und 50 Freistil (-1 Sekunde). Auch Lorna Macpherson, Lea Grundel und Sophie Hauptmann steigern sich weiter in ihren Hauptlagen. Malte Rehor vertrat als einziger Teilnehmer bei den Männern die Offenbacher Farben und gefiel auf den kurzen Freistilstrecken.

 

 

 

 

Die Ergebnisse vom Helfmann Cup 2022:

  

Lorna Macpherson (offene Wertung)

 

50 Freistil  00:32,13

50 Brust  00:39,23 (PBZ)

100 Brust  01:26,67

100 Freistil  01:09,16 (PBZ)

 

Sophie Hauptmann (2006)

 

200 Freistil  02:23,83  4. Platz (PBZ)

50 Freistil  00:31,84  8. Platz

100 Freistil  01:06,87  5. Platz (PBZ)

100 Rücken  01:21,00  5. Platz

 

Kira Sophie Lüder (2006)

 

50 Freistil  00:29,39  3. Platz (PBZ)

100 Freistil  01:05,35  4. Platz (PBZ)

200 Freistil  02:19,51  3. Platz (PBZ)

400 Freistil  04:48,38  1. Platz (PBZ)

50 Brust  00:38,16  3. Platz (PBZ)

 

Lea Marie Grundel (2006)

 

50 Schmett  00:34,64  8. Platz

50 Freistil  00:32,34  10. Platz

100 Schmett  01:26,45  6. Platz

100 Freistil  01:08,34  7. Platz (PBZ)

 

Antonia Habur (offene Wertung)

 

50 Freistil  00:31,71 (PBZ)

100 Freistil  01:07,28

200 Brust  03:03,35 (PBZ)

100 Brust  01:25,93 (PBZ)

50 Brust  00:39,78

 

Emilie Appel (2008)

 

200 Brust  02:56,19  1. Platz (PBZ)

200 Freistil  02:20,43  4. Platz (PBZ)

50 Rücken  00:34,81  1. Platz (PBZ)

50 Brust  00:37,35  1. Platz

100 Freistil  01:04,90 1. Platz

 

Lisa Laufenberg (offene Wertung)

 

50 Schmett  00:32,23

50 Freistil  00:30,66

50 Brust  00:38,61 (PBZ)

100 Lagen  01:14,64

 

Malte Rehor (offene Wertung)

 

200 Freistil  02:00,91

50 Freistil  00:24,47

100 Freistil  00:54,24

 

Helfmann Cup im Bild: